Pressemitteilung zum gemeinsamen Neujahrsempfang

Presseinfos09.01.18

Ihren traditionell gemeinsamen Neujahrsempfang veranstalteten der Verband der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt e.V., der Verband der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt e.V., die Landesgruppe des Verbandes Kommunaler Unternehmen e.V. und die Architektenkammer Sachsen-Anhalt am 8. Januar 2018 in der Magdeburger Johanniskirche. Wiederum waren der Einladung ca. 300 Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und anderen Organisationen gefolgt.

Das Grußwort der Landesregierung hielt Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes. Er widmete sich aktuellen Themen der zukünftigen Landespolitik. 

Im anschließenden Podiumsgespräch erläuterten die Veranstalter ihre Schwerpunktthemen: 

Für die Wohnungswirtschaft sind vorrangig die Auswirkungen der demografischen Entwicklung, die qualitative Anpassung des Wohnungsbestandes an altersgerechtes und energiesparendes Wohnen, die vielerorts steigenden Wohnungsleerstände, die zielgerichtete Förderung, wie z. B. mit dem erfolgreichen Aufzugsprogramm, die Schaffung von Neubau an ausgewählten Standorten und der Infrastrukturausbau wichtige Themenfelder. 

Dazu erklärte Daniel Jircik stellvertretend für den Verband der Wohnungswirtschaft: „Unsere Aufgabe ist es in Zeiten, in denen in den Medien andauernd von Wachstumsregionen, Wohnungsnot und steigenden Mietpreisen die Rede ist, Regionen attraktiver zu gestalten, in denen die Bevölkerung schrumpft, der Wohnungsleerstand wächst und bezahlbares Wohnen ein positiver weicher Standortfaktor ist.“.

Für den Verband der Wohnungsgenossenschaften ergänzte Karl-Heinz Schönfeld: „Förderung ermöglicht bezahlbares Wohnen. Die Wohnungs- und Städtebauförderung muss dabei die besonderen Situationen schrumpfender Regionen stärker berücksichtigen. Ebenso hilft Bürokratieabbau, Baukosten zu senken. Deshalb müssen die Empfehlungen der Baukostensenkungskommission rasch umgesetzt, Bauverfahren vereinfacht und deutlich verkürzt werden.“

Diese und andere Herausforderungen zu meistern, hat sich auch die Architektenkammer zum Ziel gesetzt. „In der Verantwortung von Architekten und Stadtplanern liegt aber insbesondere, eine ausgewogene Balance zwischen Ökonomie und Ökologie, zwischen Bezahlbarkeit und dem Anspruch an Qualität und Identität von Lebensraum zu gewährleisten, und das sowohl im Interesse der einzelnen Bewohner, als auch mit Blick auf das gemeinschaftliche Lebensumfeld im städtischen und ländlichen Raum. Wir stehen daher bei der Gestaltung von lebenswertem Wohnraum im Rahmen von Sanierungen, städtischer Nachverdichtung oder individuellem Wohnungsbau naturgemäß ganz vorne in der intensiven Diskussion und dem kreativen Wettstreit zwischen den unterschiedlichen Interessen aller am Bau beteiligten Partner“, so Prof. Axel Teichert.

Helmut Herdt bekräftigte in seinem Beitrag während des Podiumsgespräches die Verantwortung kommunaler Unternehmen für die Städte und Gemeinden des Landes. „In Zeiten, in denen durch die Digitalisierung wichtige Weichenstellungen anstehen, sind es die kommunalen Unternehmen, insbesondere die Stadtwerke, die langfristig und nachhaltig die existentielle Infrastruktur, wie zum Beispiel den Breitbandausbau, vorantreiben. Sie sind und bleiben aber auch Partner der Kommunen und ihrer Einwohner, und sorgen so für ein qualitativ hochwertiges Lebensumfeld.“

Den Neujahrsempfang nutzten die Veranstalter auch, der Bundes- und Landespolitik zu signalisieren, dass gute Rahmenbedingungen zu schaffen sind und bei den Zukunftsthemen aktiv und verstärkt ressortübergreifend gehandelt werden sollte. Gemeinsam lässt sich mehr erreichen und die Mitgliedsunternehmen, die in den Verbänden und der Architektenkammer organisiert sind, werden auch ihren Beitrag hierzu im Rahmen ihrer Möglichkeiten leisten.