Vollstreckungsrecht aktuell!

15.07.2020
Magdeburg, Hotel Ratswaage
Uhrzeit: 10:00 – ca. 15:30 Uhr

Referent: Frank Däumichen, Geschäftsführer Gesellschaft für innovatives Forderungsmanagement mbH


Zielgruppe: Geschäftsführer/innen, Vorstände und Mitarbeiter/innen, die mit der speziellen Materie befasst sind

Teilnehmer: ca. 15 – 25 Personen

Anmeldeschluss: 08.07.2020

Ziele/Inhalte:

Noch nie war die Rechtsprechung zum Vollstreckungsrecht so „lebhaft“ wie 
seit Einführung der Reform zur Sachaufklärung in der Zwangsvollstreckung.
Auch der BGH gibt immer mehr Richtlinien zum allgemeinen Vollstreckungs-
recht und zum amtlichen Formular für die Zwangsvollstreckung vor.

Fakt ist, dass jeder erteilte Vollstreckungsauftrag Kosten auslöst, aber auch
gleichzeitig im Einklang mit der aktuellen Rechtsprechung beantragt werden
sollte bzw. muss. Nur diese Kombination bringt eine Kostenersparnis und
eine erfolgreiche Zwangsvollstreckung.

In diesem Seminar möchten wir Sie über den aktuellen Stand der Recht-
sprechung informieren und gleichzeitig praktische Tipps zur Verfügung
stellen, um den Vollstreckungsauftrag zu optimieren und eine sichere
Argumentation gegenüber den Gerichtsvollziehern zu haben.

Dazu gehört unter anderem eine BGH-Entscheidung, die eine Richtlinie vor-
gegeben hat, wie sich der Gerichtsvollzieher bei der Weitergabe einer neuen
Anschrift des Schuldners gegenüber dem Gläubiger zu verhalten hat. Weiter-
hin hat der BGH eine sehr interessante Entscheidung getroffen, die den
Gläubigern eine neue und kostensparende Vollstreckungsmöglichkeit im
Bereich der Drittauskünfte (Auskunftsersuchen Modul M) gibt.

Auch das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie hat
weiterhin Auswirkungen auf das Forderungsmanagement. Dieses Gesetz
kann durch einfache Verordnung sogar bis zum 30.09.2020 verlängert wer-
den! Welche Folgen hat das für die Gläubiger (gerade bei Nichtzahlung von
Mieten) und welche Maßnahmen dürfen getroffen werden. Weiterhin erhal-
ten Sie auch Informationen zur „Corona-Vollstreckung“ durch den Gerichts-
vollzieher, insbesondere bei Räumungsverfahren.

Das Bundesverfassungsgericht hat den Schuldnerschutz nach § 765a ZPO
erheblich gestärkt. Diese Entscheidung kann erhebliche Auswirkungen auf
die Zwangsvollstreckung, insbesondere in Räumungsverfahren, haben. Wie
in der Praxis damit umzugehen ist, werden wir Ihnen in diesem Seminar
erläutern.

Nutzen Sie die aktuellen Tipps für Ihre tägliche Praxis und bringen Sie sich
auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung!

Agenda:

  • Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil- und Insolvenzrecht und seine Auswirkungen für die Praxis
  • Erhält der Gläubiger die neue Anschrift vom Gerichtsvollzieher, wenn eine Auskunftssperre vorliegt?
  • Darf der Gerichtsvollzieher eine Gebühr für den Versuch einer gütlichen Erledigung berechnen, wenn der Schuldner unbekannt verzogen ist?
  • Modul K 3! Ist eine Gebühr für eine erfolglose Zwangsvollstreckung berechtigt, wenn sich keine pfändbare Habe aus dem Vermögensverzeichnis ergibt?
  • Kann die persönliche Zustellung der Ladung zur Abgabe der Vermögensauskunft ausgeschlossen werden?
  • Darf die Gebühr für eine gütliche Erledigung berechnet werden, obwohl der Gläubiger diese mit Modul F ausgeschlossen hat?
  • Muss die amtliche Forderungsaufstellung beim Vollstreckungsauftrag immer ausgefüllt werden?
  • BGH entscheidet zum amtlichen Formular beim Vollstreckungsauftrag!
  • Bundesverfassungsgericht stärkt den Schuldnerschutz, dadurch kann es zu erheblichen Problemen in der Zwangsvollstreckung (Räumung) kommen!

Die Veranstaltung erfüllt die Anforderungen von fünf Weiterbildungsstunden gemäß § 34c GewO und § 15b MaBV.

Alle Teilnehmer erhalten nach erfolgreicher Durchführung der Seminarveranstaltung ein Zertifikat.

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